Ralf Glenk Administrator
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Beiträge von Ralf Glenk

    Zunächst musst du die Gesamtfläche ausrechnen, die beschichtet werden soll. Als Mörtel empfehlen wir unserer Rezeptur bezogen auf einen Sack Fertigmörtel. Als grober Richtwert kann man von einem 25 kg Sack+Zuschläge pro Quadratmeter ausgehen.

    Ich bin vorgestern dabei gegangen und habe die Abplatzungen an dem kleinen Becken entfernt. Mit der Zeit sind es mehr geworden, aber der Grund stand leider nicht dran.

    Mir ist aufgefallen, dass der Mörtel teilweise sehr brökelig war. Ich hatte damals einfachen Zementmörtel selbst angemischt. Das würde ich heute nicht mehr machen. Unsere internen Tests haben gezeigt, dass auch der Zementanteil in den Fertigmischungen zu gering ist. Daher muss man weiteren Zement dazugeben. Und mit Microsilica erhöht man die Festigkeit weiter, wobei sich die Wasseraufnahme gleichzeitig verringert. Fazit: einen stabilen Untergrund erreicht man nur durch einen modifizierten Mörtel.


    Zu den Aussagen des Poolbeschichtungsunternehmens:

    Man kann einen gemauerten Pool von aussen gegen Feuchtigkeit schützen und dann innen eine Beschichtung auftragen, die gleichzeitig das Becken gegen den Wasserkörper abdichtet. Das funktioniert aber nicht bei der Bauweise einer Gartenlagune. Die Mörtelschicht wird immer nass werden. Das ist für sich genommen auch kein Problem, denn Beton zerfällt unter Wasser nicht mehr. Als Ursache der Blasenbildung sehe ich das unterschiedliche Dehnungsverhalten der Materialien bei thermischer Einwirkung. Insbesondere bei starken Temperaturschwankungen.


    Als Lösung schlage ich folgende Vorgehensweise vor.

    1. Die Mörtelschicht wird durch eine entsprechende Rezeptur hochfest ausgelegt.

    2. Kalk, Zementschleier und Verunreinigungen sind vor dem Einfärben zu beseitigen.

    3. Die Verarbeitungstemperatur darf nicht zu hoch sein, damit dem Harz ausreichend Reaktionszeit bleibt.

    4. Die Einfärbung sollte dünnflüssig genug sein um in die Oberfläche einziehen können.

    5. Besandungen sind mit einem flexiblen Harz, wie dem PU-Bindemittel durchzuführen.

    6. Das PU Bindemittel sollte immer auch in den kritischen Wasserübergangszonen verwendet werden.

    7. Das Topcoat wird abschliessend transparent aufgetragen, damit die Pigmente nicht auswaschen.

    EPDM Folie in 1 mm ist auf jeden Fall ausreichend. Die 1,5 mm Folie ist ursprünglich für die Dachabdichtung entwickelt worden, wo eine höhere mechanische Belastung, z.B. durch Hagel stattfinden kann.

    Es gibt kaum Produzenten für die EPDM Folie. Daher verbirgt sich unter vielen Marken eventuell der gleiche Hersteller. Ich habe auch 1 mm EPDM verwendet.

    Bei PVC würde ich nicht unter 1,5 mm gehen, weil sich bei diesem Material die Elastizität die Weichmacher abbauen. Das passiert bei EPDM nicht.

    Mitte der Woche hatte ich Besuch von dem Geschäftsführer einer Firma, die Pigmente, Zuschlagstoffe usw. an die Betonwerke liefert. Anlass des Besuchs waren eigentlich die Pigment, aber das große Fachwissen kam auch der Beschichtungsproblematik zugute.

    Hier eine kurze Übersicht der Erkenntnisse:


    Wird die frische Oberfläche mit einem Schwammbrett oder Quast unter Zugabe von Wasser geglättet, wird dabei auch Kalk, und Zement ausgewaschen, der sich nach dem trocknen auf die Oberfläche legt, aber keine Reaktion mit den Füllstoffen des Mörtels eingegangen ist. Das kann man weder sehen noch fühlen. Die TopCoat-Versiegelung kann dann diese feine Schicht bedecken, aber sich nicht ausreichend fest mit dem Untergrund verbinden.

    Abhilfe: die Oberfläche mit verdünnter Säure abwaschen und gründlich abspülen. Dabei wird der Schleier entfernt. Allerdings rauht sich die Oberfläche auf.


    Die Elastizität der Versiegelung spielt auch eine Rolle, besonders wenn das Topcoat besandet wird. Das hatte ich bereits geschrieben. Die Beschichtungsreihenfolge sollte weich auf hart sein. Also für das Besanden (einer eingefärbten Fläche) das PU benutzen.


    Es gibt auch eine neue Technik bei der die Betonfläche gebeizt wird. Das ergibt aber keine gleichmäßige Einfärbung sondern Schattierungen je nach Rauhigkeit und eröffnet gestalterisch weitere Möglichkeiten. Allerdings ist hier das Farbspektrum bisher noch nicht passend.


    Wir bekommen eine helle Pigmentmischung, die dicht an der Farbe des Feinsandes liegt. Einmal als Suspension, mit der man den Beton einfärben kann und einmal als Farbauftrag, bereits in die Versiegelung eingemischt. Das testen wir und bei Erfolg nehmen wir die Produkte im Sortiment auf. Bei den Pigment hat man die Gewähr, dass sie für Beton geeignet sind. Das kann man bei den handelsüblichen Abtönfarben nicht erkennen, weil die Pigmentart nicht deklariert wird.

    Wie wir die Produkte zur Farbgebung in Zukunft anbieten werden, bzw. in welchen alternativen Methoden, vermag ich nicht vorauszusagen. Ich bin nur froh eine kompetenten Zulieferer mit jahrzehntelanger Erfahrung gefunden zu haben, der sich auch mit kleinen Fischen wie unsere Firma abgibt.


    Demnächst entferne ich die Abplatzungen an dem kleinen Anbau meines Beckens. Parallel laufen die Versuche in der Firma.

    Ich melde dann die Erkenntnisse. Das sollte jetzt relativ schnell gehen.

    Wir haben jetzt im Shop einen Haftverbesserer im Sortiment. Haftverbesserer für Zementmörtel, 12,90 € (gartenlagune.com)

    Mit diesem Zuschlagstoff erhöhst du die Klebrigkeit des Mörtels, sodass sich die Haftung an steileren Wänden verbessern lässt. Sinnvoll ist eine dünne Grundschicht mit einer groben Struktur. Dazu den Mörtel mit dem Haftverbesserer anrühren und eine Konsistenz wie flüssigen Brei wählen. Den modifizierten Mörtel an die Wand werfen und grob mit der Zahnkelle aufteilen. Nach dem antrocknen hast du einen schönen, griffigen Untergrund für die nachfolgende Beschichtung. Durch den relativ dünnen Auftrag erzielst du eine hohe Reichweite mit einem Sack. Zwischen den Schichten kleine Bereiche mit Zementschlämme (Zement mit Wasser) vorstreichen und naß in naß beschichten. Die Zemenschlämme darf nicht vorher antrocknen, sonst sperrt sie statt zu verbinden.

    Ich habe mit dem Importeur , nicht mit dem Hersteller, gesprochen, da mein griechisch nur für ein "guten Morgen" ausreicht.

    Richtig Klarheit hat es nicht gebracht. Das wasserbasierende Topcoat ist zwar auch ein PU, aber wegen der hohen Kratzfestigkeit ist es weniger elastisch als das lösemittelbasierende Hyperdesmo PU. Wenn die besandete Schicht mit dem Topcoat zu dick wird, könnte es passieren dass sie sich unter thermischen Einflüssen nicht der Materialausdehneng des Untergrundes anpasst und deshalb loslöst. Aber das ist nur eine Vermutung.

    Ich werde im Sinne einer größeren Verarbeitungsicherheit das Verfahren der Betoneinfärbung und Besandung ändern. Die Einfärbung wird mit einer Betonlasur vorgenommen. Da kann nichts abplatzen. Die Besandung in den gewünschten Bereichen mit transparenten Hyperdesmo PU, das bleibt eine elastische Schicht. Abschliessend über alles ein dünner Anstrich transparentes Topcoat als Versiegelung. Das ist jetzt aufwendiger, aber ich verspreche mir davon mehr Sicherheit. Wir machen jetzt die ersten Tests mit der Lasur etc.

    Eigentlich hatte ich gedacht, dass das Thema Abplatzungen ausgestanden ist. Ich werde mich in der kommenden Woche nochmal mit dem Anbieter der Harze beraten.

    Dabei haben ich zwei Ziele:
    1. Wie lässt sich eine möglichst große Verarbeitungssicherheit erreichen. welche Voraussetzungen sind zu beachten.

    2. Falls es mal nicht so gut klappt. Wie kann man bereits entstanden Abplatzungen bestmöglich reparieren.


    Mal sehen was dabei herauskommt. Möglicherweise werde ich zusätzliche Produkte anbieten, oder aufgrund eines neuen Erfahrungshintergrundes die Verarbeitungsempfehlungen aktualisieren.


    Tut mir Leid wenn es hin und wieder zu Problemen kommt. Ich habe jahrelang experimentiert und war eigentlich von dem Ergebnis überzeugt. Aber wie immer wenn man etwas Neues entwickelt, lässt sich nicht jede Situation nachstellen. Dann heißt es weiter optimieren.

    Du brauchst nicht zu versuchen, die Folie faltenfrei anzupassen oder einzuschweissen. Wenn dir ein Fehler passiert, wird der tonnenschwere Wasserdruck die Klebestelle wieder aufreissen.

    Leg die Folie im Stück ein und zieh kleine Falten zu einer großen zusammen. Sie dir mal die Anleitung zum Mini-Felsteich im Ratgeber an. Das sieht zunächst nicht schön aus, aber egal. Die endgültige Form gestaltest du mit der Beschichtung.

    Grundsätzlich ist die Vorgehensweise, wie von Kirsten vorgeschlagen günstiger.

    Da das Topcoat wasserbasierend ist, sehe ich kein Problem, dass unterschiedliche Lösungsmittel miteinander reagieren könnten. Das Topcoat sollte aber zunächst 48 Stunden ausreagiert und sich fest mit dem Untergund verbunden haben. Dann kann man die gewünschten Zonen mit dem transparenten PU Binder besanden. Durch die Besandung verliert sich der Glanz. Auch durch die Bewitterung wird es matter werden. Damit durch die Besandung kein scharfer Farbübergang entsteht, sollte man mit einem fließenden Farbübergang von wenig zu mehr Sand arbeiten. Aber vorher probieren!

    Wie soll man das feststellen? Wie soll man das Füllwasser auf freie, unvernetzte Komponenten untersuchen? Wie gesagt wir sind kein Chemieunternehmen, betreiben kein Labor und auch keine Grundlagenforschung.


    Was wäre dein Vorschlag? Wie würdest du es machen?


    Die Vernetzung hängt auch damit zusammen, wie gut und intensiv man die Komponenten vermischt. Das wird nicht jedesmal identisch sein. Das Topcoat wurde bereits länger im Poolbau eingesetzt, bevor wir es entdeckt haben. Das sehe ich als Referenz.

    Wenn du irgendwelche Bedenken hast, kannst du die Beschichtung doch vor dem Wassereinfüllen einmal abspülen und das Spülwasser dann abpumpen.

    Das Ganze geht mir in die Richtung : Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht?


    1. Was bezweckst du mit den Fragen und welcher Vorteil/Nachteil würde sich daraus ergeben?

    2. Wir sind nicht der Hersteller des Topcoats und des PU Bindemittels. Wir betreiben kein Labor, dass die Prozesse der chemischen Reaktion untersucht, sondern richten uns nach der Anwendungsempfehlung des Herstellers.

    Sprichst du von Topcoat ? Auch der Rest deiner Ausführung ist unklar. Beim Topcoat ist das Mischungsverhältnis exakt durch die beiden Gebinde vorgegeben. Man kann auch die passenden Gewichtsanteile mischen, wenn man nicht alles verbrauchen will.

    Du musst beide Komponenten gut durchmischen, einzeln härten sie nicht aus.

    Du kannst etwas Topcoat oder den PU-Binder mit Sand anmischen und dies als Spachtelmasse in die Risse drücken. Das wird dann später durch den Topcoat Überzug und die Besandung wieder abgedeckt.

    Wir fangen jetzt an die Biochips zu verpacken. Sie werden in 75 Liter Säcken angeboten. Sind also in Kürze im Shop erhältlich.

    Der Vorteil der Biochips ist die deutlich größere Besiedlungsfläche gegenüber einem normalen Kiesfilter. Man kann sie auch als Funktionsschicht einbringen und dann mit Kies abdecken um kleinere Filterzonen zu "tunen". Nur bei sehr flachen Pflanzzonen sollte man ausschliesslich Kies verwenden.

    Über die Wassermenge die durch den Filter läuft, brauchst du dir weniger Gedanken machen. Wichtiger ist eine ausreichende Förderleistung, damit der Skimmer vernünftig arbeitet. Erfahrungsgemäß sollte man je nach Typ mindestens 8-10000 Liter Förderleistung/Std. einplanen.

    Der Wasserdruck belastet nur die Folie, aber nicht die Beschichtung. Daher ist eine zusätzliche Bewährung nicht nötig. Sie kann sogar die Verbindung zwischen den Schichten einschränken. Die Gesamtschichtdicke aus zwei Schichten liegt in der Regel bei 1,5-2 cm.

    Bitte die Bilder in der Galerie einstellen. Am Besten ein Album anlegen, dann bleibt alles zusammen und man findet sie auch später wieder. Von dort kann man die Fotos einfach in den Beiträgen verlinken.

    Die Datenbank für die Themen ist für Textbeiträge ausgelegt und weniger für die speicherintensiven Bilder.


    Das Ergebnis ist schon ganz schön. Leider ist nicht zu erkennen wie ihr das Wasser klar bekommen wollt. Mit Chlor ?

    Und was sind das für kleine Minivulkane?

    Ich hatte die Werbung für die Gartenlagune gestoppt, da wir bereits mit unserem Naturpoolshop an die Belastungrenze gelangen. Deshalb wurden auch nur wenige Anlagen gebaut und meines Wissens alle in Sandfarben.

    Bei der Farbgebung kommt es auch auf den verwendeten Sand an. Unser Dekorsand ist so fein, dass er gut die Fläche abdeckt und die eigene Farbe stärker zu tragen kommt.

    Grundsätzlich ist es immer besser sich eine kleine Menge Topcoat und Sand zu bestellen und zu experimentieren bevor man mit dem Projekt startet. Z.B. in dem man einfach Pflastersteine beschichtet. Dann bekommt man eine guter Vorstellung der Farbe.


    Natürlich ist es jedem überlassen nicht auf unsere Empfehlungen zu setzen und selber zu experimentieren. Dann kann man den Leidensweg, den einzelne Fehlschläge mit sich bringen, besser nachvollziehen.

    • Glasfaserzusätze bringen wenig und wenn dann nur gegen Haarrisse. Allerdings stellen sich einzelne Glasfasern beim glätten auf und bilden mörtelummantelte Stacheln. Nichts für nackte Füße.
    • Hypertufa ist sehr grobporig und somit ideal für eine Besiedelung durch Algen geeignet. Der Torfanteil könnte die Wasserparameter ungünstig beeinflussen. Je poröser die Beschichtung ist, desto mehr steigt die auch Verdunstung an.