Ralf Glenk Administrator
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Beiträge von Ralf Glenk

    Sprichst du nur von dem Topcoat oder von dem Topcoat einschliesslich Besanden? Bei mir waren keine Übergänge sichtbar, da der Sand die Farbe vorgibt und die Einfärbung des Topcoats dadurch nur eine untergeordnete Rolle spielt. Grundsätzlich kannst du aber auch mehrere Schichten auftragen. Unter Wasser spielt Perfektion nur eine untergeordnete Rolle. Alles was rausguckt kannst du solange bearbeiten bis dir das Ergebnis gefällt.

    Bei längeren Arbeitsunterbrechungen würde ich den Übergang, also die Kante an der man mit der Beschichtung aufhört unregelmässig und "ausgedünnt" verlaufen lassen. Dann kann man bei Wiederaufnahme der Arbeit die Stoßkanten etwas überlappen.

    Damit es nicht zu Missverständnissen kommt. Man sollte Mörtel/Beton ausreagieren lassen (28 Tage) damit Kalkausblühungen möglichst vermieden werden. Das Topcoat kann man schon nach wenigen Tagen auftragen.

    Der Ratschlag mit den Ausblühungen ist übernommen. Ob es trotz Microsilica Vergütung und Topcoat zu Ausblühungen kommen kann, ist fraglich. Ich hatte bisher keine derartigen Probleme.

    Die Gartenlagune ist anders als ein normaler Pool. Du musst die nicht abmühen das Becken winterfest zu machen. Durch die schrägen Wände schiebt sich das Eis nach oben, presst aber nicht gegen die Wand. Luftpolster sind nicht notwendig. Die Technik (Pumpe,Filter etc) kannst du vor direkten Frost mit Luftpolsterfolie oder Vlies schützen. Das wars.

    Da du die Gartenlagune nicht mit ins Trockene nehmen kannst, wird sie sich ohnehin durch Regen mit Wasser füllen. Das ist nicht zu verhindern. Man sollte aber dem Mörtel ausreichend Zeit zu ausreagieren geben. Am Besten sind ca. 28 Tage bis zum Befüllen.

    Die Farbe wir im wesentlichen durch den Sand hergestellt aber auch die Farbe des Topcoats spielt eine Rolle. Ich habe zuletzt Abtönfarbe (beige, sand, ocker) benutzt. Mit 50 g pro Eimer Topcoat erhält man eher eine blasse Farbe. Der Farbton bleicht ohnehin noch aus. Jetzt ist er mir schon fast zu hell. 100g ist das Maximum an Zugabe, dann wird die Farbe recht kräftig.

    Die Angaben gelten für normale Abtönfarbe nicht für das Pigmentkonzentrat aus dem Shop. Da muss man sich Grammweise herantasten.

    Es gibt andere Anbieter, die eigene Verfahren für den Bau naturgeformter Becken entwickelt haben. Auf den 3D Darstellungen und Fotos kann das Erscheinungsbild ähnlich sein. Erst bei näherer Betrachtung werden die Unterschiede in der Optik, dem Aufbau und der Vorgehensweise sichtbar.

    Nicht jede dieser Bauweisen eignet sich für Selbstbauer. Die Anforderungen an Material und Anwendungstechnik können sehr hoch und wenig fehlerverzeihend sein. Die Inhalte unserer Ratgeberseite passen nicht zu alternativen Verfahren und könnten bei einer Vermischung zu Baufehlern führen.

    Dieses Forum ist ausschliesslich für die Bauweise der Gartenlagune und Gestaltung von Kunstfelsen und Steinobjekten eingerichtet. Es ist keine Plattform zur Nachahmung und Patentumgehung anderer Verfahren.

    Ich bitte dies bei der Einstellung von Themen und Fotos zu beachten und behalte mir vor, Beiträge oder Bilder wieder zu löschen.

    Wie willst du denn Filtern? Biologisch (Schwimmteich/Fischteich) oder chemisch/mechanisch (Pool). Das muss erstmal klar sein. Danach richtet sich dann auch die Bauweise und die Filtertechnik. Informationen zur biologischen Filtrierung findest du im Ratgeber und Filtertechnik im Shop. Pooltechnik ist wesentlich einfacher zu realisieren und auch hier gibt es schon entsprechende Filterkombinationen im Shop. Die Beckengröße und Tiefe ist nachrangig.

    Wenn ihr Bilder einstellt, ist es vorteilhafter, wenn ihr diese in einem Album zusammenfasst. Dann bleibt der Zusammenhang erhalten. Sonst müsst ihr irgendwann selbst eure Bilder suchen.

    Hallo Dominik,

    die Gartenlagune ist ein Teich- und Poolbausystem welches wir entwickelt haben und die Anleitungen und dieses Forum für Selbstbauer kostenlos zur Verfügung stellen. Wir leben aber nicht von Luft und Liebe, sondern aus den Erträgen des angeschlossenen Shops (siehe Kopfzeile).

    Dort findest du auch Filtertechnik für die biologische Reinigung oder chemisch/mechanisch für Pools.

    Ihr könnt hier gerne über Filtertechnik im allgemeinen diskutieren, aber bitte keine Verweise auf andere Händler und deren Produkte.

    Wir kommen langsam vom ursprünglichen Thema ab, aber ich will hier noch kurz meine Ansicht begründen.


    Wenn eine Teich- oder Poolanlage fertig ist, kommt die Verschmutzung zum überwiegenden Teil über die Oberfläche ins Becken. Der Oberflächenskimmer sammelt dann das Treibgut direkt ein. Man kann natürlich auch abwarten bis die Verschmutzung absinkt und dann versuchen sie wieder heraus zu bekommen. Das ist aber viel mühseliger. Bei Koiteichen funktioniert dies halbwegs, da die Kois ständig gründeln und dann Verschmutzungen aufwirbeln, die über den Bodenablauf erfasst werden. Ausserdem wird hier oft ohne richtigen biologischen Filter gearbeitet und man braucht deshalb starke Pumpen, um das Wasser mechanisch durch viele Filterdurchläufe klar zu bekommen. Diese Förderleistung kann einen Skimmer überfordern.

    Bei Koiteichen mit hohem Fischbesatz legt man den Schwerpunkt auf die Ausscheidungen der Fische. Die kann man nicht mit dem Skimmer einsammeln.

    Hallo Fritze,

    das sie schon ganz schön aus. Aber ich vermisse den Skimmer. Das ist eines der wichtigsten Bausteine einer Filterkette. Ich hoffe du hast ihn nicht vergessen, oder denkst, dass ein Bodenablauf genauso gut ist, bzw. ausreicht.

    Hallo Dirk,

    ich werde mich bei meinen Antworten in diesem Forum auf die Erklärungen zur Beschichtungstechnik beschränken müssen. Auch Fragen zu unserer Filtertechnik beantworte ich gerne.

    Mir fehlt aber die Zeit zu ganz allgemeinen Themen oder den individuellen Projekten Stellung zu nehmen oder eine Meinung zu verkünden.


    Das wird sich sicher mit der Zeit einspielen, wenn dieses Forum mehr Besucher findet und die ersten Bauherren einer Gartenlagune fertiggestellt haben und aus eigener Erfahrung berichten können.

    Du kannst die Steine direkt auf das Gittergewebe setzen. Der Untergrund sollte stabil sein, damit große, schwere Steine nicht später durch das Eigengewicht weiter absinken. Dann kannst du sie schön mit der Mörtelschicht einbinden.

    Willst du die größeren Steine eventuell später versetzen, dann darfst du sie natürlich nicht in die Mörtelschicht einbinden.

    Das Topcoat muss nicht auf die Dekosteine. Du kannst aber an einer kleinen Stelle ausprobieren was besser ausieht.

    Die Neigung hängt von der Bodenbeschaffenheit und Beschichtbarkeit ab. Die Angaben sind nur Richtwerte und nicht mit mathematischer Genaugkeit zu betrachten.

    Normalerweise lassen sich keine senkrechten Wände eines Beckens ausheben. Da fallen dann Bodenstücke heraus, die man nicht mehr einflicken kann. Beim ersten stärkeren Regen in der Bauphase brechen die Wände ein, wenn du Pech hast.

    Auch für die Beschichtung der Folie benötigst du eine gewisse Neigung damit der Mörtel an dem Vlies haftet. Sonst beschichtest du nur deine Füsse.

    Vlies reicht als Maulwurfschutz aus. Da braucht es keine zusätzliche Verstärkung.

    Zum Aufbau einer Kapillarsperre am Teichrand gibt es eine Anleitung auf der Ratgeberseite gartenlagune.de . Wichtig ist, dass das Membranvlies nicht bis zum Aussenrand reicht und dort Bodenkontakt hat. Dann könnte ein Kapillarsog eintreten. Die Betonbeschichtung sieht bis ca. 10 cm über dem Wasserspiegel feucht aus. An diesem feuchten Streifen wird auch Wasser verdunsten. Aber nur minimal mehr im Vergleich zur gesamten Wasseroberfläche. Auch das Topcoat versiegelt zusätzlich.

    Hallo Fritze,

    der Dekorsand sollte möglichst fein sein, damit er sich gut im Topcoat einbettet. Unser Feinsand ist gemahlenes Granit und fast schon pulverartig. Ich habe das Topcoat, ob besandet oder nicht, immer eingefärbt. Dadurch läuft man nicht Gefahr, dass das Topcoat bei Tropfenbildung in Vertiefungen nicht transparent bleibt, sondern in weiss umschlägt. Das ist bisher der einzige Nachteil, den ich feststellen konnte.

    Auch wenn die Farbe zu Anfang vielleicht etwas kräftig wirkt, bleicht sie oft in der Sonne leicht aus.

    Ich würde mit dem Quarzsand mal eine kleine Probefläche machen. Wenn es funktioniert und die Sandkörner gut eingebettet werden, steht dem nichts entgegen. Wenn es nicht so gut funktioniert oder aussieht, kannst du immer noch mit dem Dekosand darübergehen. Das ganze System ist sehr fehlerverzeihend und man kann schadlos experimentieren.

    Ich hatte den Tiefgrund als Saugsperre für das Topcoat empfohlen. Deinen Beitrag (Fritze) hatte ich so interpretiert, dass du den Tiefgrund anstatt des Topcoats nehmen wolltest. Das wäre dann ein Fehler. Ok, jetzt haben wir das Missverständnis ausgeräumt. Man muss ja immer auch an die Leser des Forums denken, die eventuell etwas falsch nachbauen.

    So wie ich es in der Anleitung beschrieben habe, erhält man das beste Ergebnis.

    Da das Besanden von steilen Wänden schwierig ist, kann man sich im Unterwasserbereich auch mit dem Einfärben des Topcoats begnügen. Hier lassen sich auch sehr schön Farbverläufe von grünem Boden zu sandfarbenen Wänden herstellen . Oder man bringt bewusst unterschiedliche Farbschattierungen des gleichen Farbtons ein. Benutzen kann man handelsübliche Abtönfarben aus dem Baumarkt und davon 50-100 ml pro Liter beimischen. Die Abtönfarbe sollte aber UV-beständig sein.

    Das Pigmentkonzentrat aus unserem Shop muss in wesentlich geringerer Menge verwendet werden. Ca. 2-5 ml pro Liter (Vorher ausprobieren). Es ist ergiebiger, aber dadurch wird es leider auch schwieriger eine gleichmäßige Tönung über mehrere Chargen zu erreichen.


    Die Schichtstärke im Aussenbereich kann man durchaus dicker machen. Das ist eine sinnvolle Sicherheitsreserve und hat keinen Einfluss auf die Wasserparameter. Im Wasser nur dort wo es die Statik durch eventuelle Auflasten verlangt.

    Ansonsten Fritze, wird das ganz schön. Sieht man jetzt schon. Man muss den Boden aber nicht zu stark planieren. Alle Unebenheiten verschwinden unter der Beschichtung. Auch die Falten der Folie.

    Man kann Tiefgrund einfärben, aber man sollte nicht den Fehler begehen und glauben das der Tiefgrund die gleichen Eigenschaften hat wie das Topcoat, nur das es viel billiger ist.

    Tiefgrund ist nicht dafür gedacht dass es dauerhaft mit Wasser in Berührung kommt. Es kann auswaschen oder sich bei ungünstigen Wasserparametern verfärben oder ausblühen. Deshalb den Tiefgrund nur als Vorbereitung für das Topcoat verwenden, wen man verhindern will, dass das Topcoat zu schnell in den Mörtel einzieht.

    Beim Topcoat bilden sich stabile Polymerketten, die sich nach dem ausreagieren auch unter Wasser nicht mehr verändern. Muss man sparen, kann es ausreichen wenn man nur die Teichränder besandet, bzw. alles was aus den Wasser guckt.

    Ansonsten das Topcoat mit 5-10% Abtönfarbe einfärben.


    Eine dickere Mörtelschicht verhindert nicht zwangsläufig Schwundrisse. Es kann sogar das Gegenteil bewirken. Die dicke Schicht kann unterwasser aber möglicherweise zu ungünstigen Veränderungen der Wasserparameter führen. Die Beschichtung ist nie vollständig gekapselt. Die Festigkeit nimmt schon durch das Microsilica deutlich zu.

    Aquasmart als Topcoat ist ein echter game changer. Ich habe vieles ausprobiert und war nie so ganz zufrieden. Epoxy Harze funktionieren gut, sind aber in der Mischung problematisch und der Untergrund darf nur 5% Restfeuchte haben, sonst blättert die Schicht wieder ab oder wird weiss. Das Werkzeug kannst du nach jedem Arbeitsgang wegschmeissen. Dazu kommt der relativ hohe Preis. Eingefärbte Dichtschlämme funktionierte anfangs ebenfalls gut aber nach dem ersten frostigen Winter gab es an mehreren Stellen Abplatzungen. Obwohl ich der Meinung war, den Untergrund gut vorbehandelt zu haben. Auch nicht so schön.


    Mit Aquasmart kann man die Mörtelbeschichtung wunderbar schützen und gleichzeitig dekorieren. Mit dem Sand und/oder durch einfärben. Mittlerweile bin ich der Meinung, dass man Unterwasser nicht unbedingt eine Besandung benötigt. Hier reicht das Einfärben. Den Teichrand sollte man aber immer besanden, sonst wird die Mörtelbeschichtung durch das Topcoat leicht speckig. Es trocknet seidenglänzend auf und wird erst durch den Sand matt und wirkt dann natürlich.


    Ich habe im letzen Jahr begonnen alle meine Eigenbauten zu überarbeiten. Beim Schwimmteich (Umbau mit Beschichtung 2009) habe ich die Risse und Beschädigung der Mörtelschicht gespachtelt und anschliessen mit Aquasmart eingestrichen und besandet. Sieht jetzt aus wie neu. Ich stelle demnächst aktuelle Bilder ein.

    1. Putzmörtel und Zementmörtel funktionieren ganz gut, da sie mit einem feinen Sand angemischt sind. Bei Sackware Traßzement ist das nicht der Fall. Hier ist sogar Feinkies untergemischt, was die Verarbeitung mit der Kelle erschwert .

    2. Wir haben keine Marktuntersuchung vorgenommen. Das ist etwas viel verlangt.

    3. Es kommt bei der Microsilica nicht auf jedes Gramm an. 1 kg ist die Faustformel "Phi mal Daumen" und gilt für beide Sackgrößen.

    4. Preiswert muss nicht unbedingt schlechter sein, da der Mörtel durch Microsilica vergütet wird. Ich würde aber sortenrein bleiben.

    5. Man kann die Lagen von vornherein dicker machen, oder mehrere Lagen auftragen. Ganz wie man möchte.

    6. So dick, dass sie die Belastung aushalten. Wände können dünner sein, begehbare Bereiche etwasdicker. Die endgültige Schichtdicke wird bei 1-2 cm liegen.

    Löse dich von dem Gedanken, dass wir zu jedem Aspekt eine umfangreiche Untersuchung vorgenommen haben. Dem ist nicht so. Die Gartenlagune ist ein Experimentierfeld für Selbstbauer, bei dem sich nach und nach die besten Vorgehensweisen herauskristallisieren werden. Es steckt schon viel Know How drin, aber manches kann sich auch wieder ändern, wenn es einen besseren Weg oder andere Alternativen gibt.