Meine Erfahrung mit dem Topcoat

  • Ich hatte mit für dieses Jahr vorgenommen, eine Teil der Teichfolien-Betonbeschichtung mit dem Topcoat hier aus dem Shop zu versiegeln. Dazu wurde ein Teil des Wassers frühzeitig abgelassen,damit die Betonbeschichtung gut austrocknen kann.

    Nach Wochen der Austrocknung habe ich Kali-Wasserglas auf den Beton aufgetragen, um die Poren zu füllen.

    Das Wetter war angenehm, so das einer schnellen Trocknung des Materials nichts im Weg stand. Gestrichen wurde mit einem 120mm Flächenstreicher. Dummerweis wurde ein Bereich dabei vergessen. Die Schräge auf der einen Seite, wo später der Randsteg hin soll.

    Tage später, die Temperatur kam der Frostgrenze sehr nah, beschloss ich, die Schräge noch zu streichen. Das Wasserglas wurde pur aufgetragen. Zwei Tage später, ich hatte etwas Urlaub, wollte ich das Topcoat aufbringen. Einschließlich Besandung mit einer speziellen (..dachte ich) Sandfarbe. Materialien wie Siebe u.ä. waren bereitgelegt. Temperatur etwa 6-7 Grad

    der erste Eimer wurde draußen gemischt und sogleich mit dem Pinsel aufgetragen. ( Dummer Fehler!)

    Ein Stück Fläche gestrichen und den Sand mit dem Sieb aufgetragen. Leider war das Siebnetz zu grob. Dummer Fehler, erst testen.)

    Sieb abgeklebt, weiter ging´s.

    Fläche für Fläche wurde gestrichen und gestreut. Nachdem ich in 2 Tage ngut 20 kg verstreut hatte, dollte ich ein Ergebniss sehen. Besen genommen und abgefegt........doch Oh Graus! es ist herzlich wenig sand hängen geblieben. Man konnte fast keine Veränderung erkennen.

    Beschichtungsversuch

    Derabgefegte Sand wurde feingesiebt und zurück in den Sack gekippt.

    Woran lag es? Nach einem Gespräch mit Ralf Glenk sind wir zu folgenden Ergebnissen gekommen.

    Mischen nicht bei Temperaturen nahe der 5 Grad Marke.

    Auftragen besser bei höheren Temperaturen als 6 Grad!

    Für mich habe ich noch beschlossen:

    - Dass Material nicht 1,5 Jahre stehen lassen

    - Mischen, 5 min. warten, mischen, verarbeiten.

    - in die fertige Mischung IMMER ( wenn man eine Farbe haben will) Farbe einmischen. Der Sand färbt nicht ausreichend.


    Dummerweise hatte ich ja noch die Schräge. Durch einen Geistesblitz (oder Anfall geistiger Umnachtung) habe ich meine Mörtelspritzpistole herausgekramt und den Sand mit 3 Bar auf die Schräge aufgespritzt. Hat super geklappt.

    Am nächsten Tag dann das Desaster. Auf der Schräge fing das Topcoat an, großflächig abzublättern. Was soll das??? Warum nur dort??

    Ein Tag später hatte sich das "Phänomen" noch vergrößert.


    Beschichtungsversuch 03


    Beschichtungsversuch 01


    Beschichtungsversuch 02


    Beschichtungsversuch 05


    Mit einem Kratzmesser und Staubsauger wurde ert mal die gesammte Schräge gesäubert.

    Erkenntniss: Kali-Wasserglas benötigt unverdünnt bei kaltem Wetter länger, um abzutrocknen.

  • Danke für den Erfahrungsbericht. Ich werde morgen mit dem Verputzen beginnen, habe aber aktuell noch unter der Folie Grundwasser weil es bei uns nachts wohl zu viel geregnet hat 🤷‍♂️🙈

    Warum hast du überhaupt Kali Wasserglas verwendet? Hast du das anstatt Tiefengrund verwendet?

  • Ja, anstatt Tiefengrund. Aber das Wasserglas verfestigt den Untergrund. Ich verwende es zumindest nicht mehr als billige Alternative zum Topcoat. Hat man ja an dem stehenden Baumstumpf gesehen.


    Ich hatte mir damals bei dem Schwimmteich einen kleinen Schacht unter der Folie gebaut, bei dem ich bis zum Wassereinlass das Grundwasser abpumpen konnte.

  • Weiter zu meinen Erfahrungen:

    nachdem die Schräge weitestgehen von sich ablösendem Topcoat befreit wurde, habe ich nach einem >gespräch mit Ralf die Herangehensweise geändert:

    - Topcoat im Keller mischen, 5min warten, nochmal durchmischen, flüssiges Farbkonzentrat (Abtönfarbe) mit untermischen und dann mit Pinsel auftragen.

    - Stück für stück auftragen, mit Mörtelspritzpistole (Hoppergun) bei 3 bar den Sand in das Topcoat blasen.

    - danach habe ich das gleiche am Rest der Teichfläche gemacht und ich muss sagen, das klappt fantastisch. Man sieht gleich während des einblasens, wie die Sandverteilung ist. Ist so wie lackieren, nur ist die Hoppergun um einiges schwerer

    - nach meiner Aktion mit den Baumstämmen habe ich mit der Lackierpistole das Topcoat auch auf senkrechte Flächen aufgetragen und mit der Hoppergun den Sand in das Topcoat geblasen. Es klappt sehr gut und der Verbrauch ist gleichmäßiger als beim Streichen. Ich bin sogar der Meinung, das der Sandverbrauch geringer ist.

    - Die Vorfärbung der zu versiegelnden Fläche ist massiv wichtig, da Sand nicht ausreichen färbt. Natürlich kann man auch das Topcoat färben, das ist dann aber mehr oder weniger entgültig und farblich schwer zu erkennen, bis es trocken ist. Selbstverständlich kann man auch das nochmal überversiegeln.

  • OK danke für die Infos. Ich habe heute begonnen, naja was soll ich sagen 🙈😂 es sieht leichter aus als es dann ist. Mein Problem sind die Wände, sehr steil und 2 Meter lang. Da ist am Anfang alles gerutscht. Jetzt mache ich es in 3-4 Durchgängen und arbeite mich an den Probenstellen von unten nach oben.

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