Beschichtung Gartenlagune

  • Hallo,

    wir haben uns nun entschlossen eine Gartenlagune zu bauen. Bei allen Recherchen haben sich mir aber noch einige Fragen ergeben:

    1. Welcher Mörtel als Sackware ist zu empfehlen, Putzmörtel, Zementmörtel, Maurermörtel oder Trasszementmörtel?

    2. Da es bei der Sackware auch Qualitätsunterschiede gibt, welche Firma ist zu empfehlen?

    3. In den Beschreibungen wird 1 kg Microsilica als Zugabe empfohlen, bezieht sich das auf die 25 kg oder 40 kg Sackware?

    4. Die Beschichtung wird nach den Beschreibungen in mindestens zwei Lagen aufgetragen. Besteht die Möglichkeit, für die erste Schicht eine presiwerte Variante (z.B. Zementmörtel) zu nehmen und die zweite Schicht (Deckschicht) dann mit qualitativ höherwertigen Mörtel auszuführen?

    5. Sollten höher belastete Bereiche mit mehr als zwei Lagen versehen werden.

    6. Wie stark sollten die einzelnen Schichten ausgeführt werden?


    Vielen Dank im Voraus für die Unterstützung


    Gruß Fritze

  • 1. Putzmörtel und Zementmörtel funktionieren ganz gut, da sie mit einem feinen Sand angemischt sind. Bei Sackware Traßzement ist das nicht der Fall. Hier ist sogar Feinkies untergemischt, was die Verarbeitung mit der Kelle erschwert .

    2. Wir haben keine Marktuntersuchung vorgenommen. Das ist etwas viel verlangt.

    3. Es kommt bei der Microsilica nicht auf jedes Gramm an. 1 kg ist die Faustformel "Phi mal Daumen" und gilt für beide Sackgrößen.

    4. Preiswert muss nicht unbedingt schlechter sein, da der Mörtel durch Microsilica vergütet wird. Ich würde aber sortenrein bleiben.

    5. Man kann die Lagen von vornherein dicker machen, oder mehrere Lagen auftragen. Ganz wie man möchte.

    6. So dick, dass sie die Belastung aushalten. Wände können dünner sein, begehbare Bereiche etwasdicker. Die endgültige Schichtdicke wird bei 1-2 cm liegen.

    Löse dich von dem Gedanken, dass wir zu jedem Aspekt eine umfangreiche Untersuchung vorgenommen haben. Dem ist nicht so. Die Gartenlagune ist ein Experimentierfeld für Selbstbauer, bei dem sich nach und nach die besten Vorgehensweisen herauskristallisieren werden. Es steckt schon viel Know How drin, aber manches kann sich auch wieder ändern, wenn es einen besseren Weg oder andere Alternativen gibt.

  • Hallo Fritze


    Wenn du die Möglichkeit hast, dir Sand zu holen, kannst du selbst mischen. Ich habe ca. 1-1,5 kg Microsilika pro 25kg Zement genommen. Mischungsverhältniss 3,5 Sand/1 Zement, wasser und etwas Spüli. Professionelles Fliesmittel tuts auch.

    Bleib bei einer Firma. Bei mehreren Lagen das Verwenden einer Zementschlämme nicht vergessen.

    Ich habe, weil ein Versatz weg musste, nach einer Lage armierten Mörtel, eine Lage (ca 7cm )Estrichbeton und dann eine Lage Armierung am Boden aufgebracht.


    Andreas

  • Hallo,


    habe endlich geschafft mich hier anzumelden! Nachdem wir auf die Gartenlagune aufmerksam wurden haben wir uns direkt an die Verwirklichung gemacht!

    Loch gebuddelt, nun soll´s an die Folienverlegung gehen.....da stellt sich nun folgende Frage:


    Wir möchten gerne in unserem "Naturpool" PVC 1,0 mm Folie verwenden. Da wir ein erdmodeliertes Poolloch haben (Boden Lehmartig mit Felsen) wird das keine leichte Sache!

    Große Falten schlagen ist klar, aber wie verhält es sich mit den Hohlräumen, die durch die Falten entstehen, wenn die Folie verpanzert wird? Bricht die Panzerung nicht, sobald Wasser eingelassen wird???


    Vielen Dank im voraus für die Hilfe!

    Gruss Nadine

  • Hallo Andreas,

    kann mich erst jetzt melden.

    Wenn die beiden Lagen innerhalb von 48 Stunden verlegt werden, benötige ich doch keine Zementschlämme, oder?

    Mein Plan ist es am ersten Tag die erste Lage aufttragen und mit der Zahnkelle aufrauen. Einen Tag später die endlage auftragen. da diese vermutlich länger dauern wird, plane ich die doppelte Zeit , also zwei Tage.


    Gruß Fritze

  • Hallo Dine

    Erstmal ein herzliches Willkommen. Das Wasser läuft auch unter die Panzerung. Diese hält kleine Hohlräume aus, sobald der Beton ausrteichend abgebunden hat. Deswegen dem Beton lieber etwas mehr Zeit zum Abbinden geben.

    Du kannst auch gern ein eigenes Theme eröffne und Bilder mit einstellen.


    Andreas

  • Hallo Fritze

    Ich bin kein Betonprofi, was das betrift. Ich habe lieber etwas mehr Schlämme aufgetragen, nach dem Motto "schaden kanns nicht".

    Aber bei deiner Arbeitsweise habe ich die Befürchtung, das die erste Schicht nach einem Tag nicht genügend abgebunden hat, um ausreichend tragfähig für den Betonbauer zu sein. Vieleicht kannst du mit Styroporplatten und Schaltafeln oder ähnliches arbeiten um die Flächenbelastung zu minimieren.

    Ich habe für das Auftragen der ersten Schicht( wegen Corona alles alleine gemacht) recht lange gebraucht. Vlies legen, Gewebe legen und dann Beton einarbeiten. Immer stückweise und dann mindestens einen Tag abgedeckt gegen zu schnelles Austrocknen schützen. Gezahnt habe ich mit den Fingern.

    Die zweite schicht ging bei mir wesentlich schneller, weil ich da ja nicht mehr mit dem Vlies arbeiten musste.

    Der Faktor Zeit sollte nicht zu klein sein, Viel Erfolg.


    Andreas

  • Hallo Andreas,

    das hatte ich nicht ganz auf dem Schirm, aber Du hast recht, die erste Schicht sollte schon abgebunden haben. Da ich auch nur einen guten Freund zur Seite habe, benötigen wir auch zu zweit etwas Zeit.

    Du schreibst, dass Du die zweite Schicht ohne Flies verarbeitet hast. Wie stark ist denn Deine zweite Schicht? Ich plane in beiden Lagen ein Vlies einzuarbeiten, da ich beiden Lagen ca. 2 cm stark machen wollte und somit gegen Risse und Brüche vorbeugen möchte. Des Weiteren kann ich so die Technik aufgrund der Stärke besser einarbeiten.

    Die endgültige Form habe ich nun fertiggestellt, fehlen nur noch die Vertiefungen für die Rohre, werde dann mal Bilder einstellen. Habe die heutige Zeit genutzt, um mal Farbproben für die zweite Lage herzustellen. Leider kam der gewünschte Farbton (Sand) nicht wirklich dabei raus. Das Eisenoxidpulver Sand bringt so gut wie keine Veränderung und das Ocker färbt sich zwar schon in die Richtung, wirkt aber eher grünstichig mit dem grauen Zementmörtel. Ich glaube, auf eine Färbung des Zementmörtel kann mann verzichten und sollte eher die Grunddierung entsprechend einfärben.


    Gruß Fritze

  • Hallo Fritze


    Du darfst auf keinen Fall eine 2te Lage Vlies mit einbauen! Damit hättest du eine Trennschicht zwischen den Betonlagen.

    Die 2te Lage muss sich mit der ersten Lage verbinden können (Zementschlämme), um stabil zu werden. Der Aufbau sollte sein: Vlies->-Beton mit Armierungsgitter->-Zementschlämme->-Beton mit Armierungsgitter.

    Wenn du Aquasmarrt verwenden willst, kannst du dir das Einfärben vom Beton vorher ersparen. Ich habe versucht, Dichtschlämme einzufärben. Das Ergebniss sieht Schxxxx aus. Jeder Sackinhalt hatte eine andere Graufärbung, was mit Hellgrauer Oxydfarbe zu unterschiedlichen Endfarben fürte. Ich werde den oberen Rand im Herbst wohl mit Aquasmart Hellgrau färben.


    Andreas

  • Hallo Andreas,

    entschuldigung, da ist mir ein fehler unterlaufen.

    Ich meinte natürlich das Armierungsgewebe 13x13, ein zweites Vlies macht ja keinen Sinn.

    Danke, dass Du so aufmerksam bist.

    Im übrigen habe ich mir heute den getrockneten Zustand meiner Proben angesehen, da ist auch bei dem Sandton etwas passiert. Jedoch steht der Aufwand und Nutzen wohl nicht im Verhältnis. Ich werde wohl auf die Einführung des Tiefengrund gehen und letztendlich das Aquasmart mit dem Sand in die Strandansicht bringen.

    Warum färbst Du hellgrau?


    Gruß Fritze

  • Man kann Tiefgrund einfärben, aber man sollte nicht den Fehler begehen und glauben das der Tiefgrund die gleichen Eigenschaften hat wie das Topcoat, nur das es viel billiger ist.

    Tiefgrund ist nicht dafür gedacht dass es dauerhaft mit Wasser in Berührung kommt. Es kann auswaschen oder sich bei ungünstigen Wasserparametern verfärben oder ausblühen. Deshalb den Tiefgrund nur als Vorbereitung für das Topcoat verwenden, wen man verhindern will, dass das Topcoat zu schnell in den Mörtel einzieht.

    Beim Topcoat bilden sich stabile Polymerketten, die sich nach dem ausreagieren auch unter Wasser nicht mehr verändern. Muss man sparen, kann es ausreichen wenn man nur die Teichränder besandet, bzw. alles was aus den Wasser guckt.

    Ansonsten das Topcoat mit 5-10% Abtönfarbe einfärben.


    Eine dickere Mörtelschicht verhindert nicht zwangsläufig Schwundrisse. Es kann sogar das Gegenteil bewirken. Die dicke Schicht kann unterwasser aber möglicherweise zu ungünstigen Veränderungen der Wasserparameter führen. Die Beschichtung ist nie vollständig gekapselt. Die Festigkeit nimmt schon durch das Microsilica deutlich zu.

  • Hallo Herr Glenk,

    ich habe mir "Das Finish" nach meinem Versuch noch einmal durchgelesen. Dort haben Sie zwei Varianten beschrieben:

    1. Den Tiefgrund (Grundfarbe milchig bis transparent) mit Pigmenten oder Abtönfarbe leicht einfärben.

    2. Das Aquasmart Topcoat wird mit dem Granitpulversand bestreut und somit entsteht die Endfarbe.


    Damit es nicht zu verwirrungen führt, ich wollte den Tiefgrund auftragen, so wie von Ihnen empfohlen und dann mit dem Aquasmart Topcoat und dem Granitpulversand das Ganze vollenden.

    Wenn ich das Topcoat einfäben möchte, ist das auch das MIXOl Universal Abtönkonzentrat Oxid-Ocker 5?


    Zu der Beschichtungsstärke möchte ich zur Klärung erwähnen, dass Aufgrund der Technik und bei den stark beanspruchten Stellen (z.B. Laufzonnen am Rand) die Stärke etwas ausgeprägter wird. Somit gehe ich für dei Berechnung erst einmal von ca. 4-5 cm aus.


    Gruß Fritze

  • meine Frauen sind der Meinung gewesen, das es einen besseren Kontrast zu den dunklen Felsen und der Randbebauung aus Wasserbausteinen gibt.

    Sie hatten garnicht so unrecht. Leider musste ich Feststellen. das Dichtschlämme nicht gleich Dichtschlämme ist. Trotz abgewogener Materialien war die Färbung unterschiedlichX(

    Böschung hell mit Stein dunkel

    Auf den tieferen Übergängen lasse ich Moos anwachsen. Weiter oben kommt dann im Herbst das Topcoat.


    Andreas

  • Ich hatte den Tiefgrund als Saugsperre für das Topcoat empfohlen. Deinen Beitrag (Fritze) hatte ich so interpretiert, dass du den Tiefgrund anstatt des Topcoats nehmen wolltest. Das wäre dann ein Fehler. Ok, jetzt haben wir das Missverständnis ausgeräumt. Man muss ja immer auch an die Leser des Forums denken, die eventuell etwas falsch nachbauen.

    So wie ich es in der Anleitung beschrieben habe, erhält man das beste Ergebnis.

    Da das Besanden von steilen Wänden schwierig ist, kann man sich im Unterwasserbereich auch mit dem Einfärben des Topcoats begnügen. Hier lassen sich auch sehr schön Farbverläufe von grünem Boden zu sandfarbenen Wänden herstellen . Oder man bringt bewusst unterschiedliche Farbschattierungen des gleichen Farbtons ein. Benutzen kann man handelsübliche Abtönfarben aus dem Baumarkt und davon 50-100 ml pro Liter beimischen. Die Abtönfarbe sollte aber UV-beständig sein.

    Das Pigmentkonzentrat aus unserem Shop muss in wesentlich geringerer Menge verwendet werden. Ca. 2-5 ml pro Liter (Vorher ausprobieren). Es ist ergiebiger, aber dadurch wird es leider auch schwieriger eine gleichmäßige Tönung über mehrere Chargen zu erreichen.


    Die Schichtstärke im Aussenbereich kann man durchaus dicker machen. Das ist eine sinnvolle Sicherheitsreserve und hat keinen Einfluss auf die Wasserparameter. Im Wasser nur dort wo es die Statik durch eventuelle Auflasten verlangt.

    Ansonsten Fritze, wird das ganz schön. Sieht man jetzt schon. Man muss den Boden aber nicht zu stark planieren. Alle Unebenheiten verschwinden unter der Beschichtung. Auch die Falten der Folie.

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